Presseaussendungen

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Freitag, 24. Februar 2017

FHWN-Alumni entwickeln erfolgreiches Gruppenkonzept für die Ergotherapie

Es begann mit einer Bachelorarbeit und entwickelte sich zur Erfolgsgeschichte. In Zusammenarbeit mit der Psychiatrie des Kaiser-Franz-Josef-Spitals erarbeiteten drei Ergotherapie-Absolventinnen das ZEPS-Interventionskonzept. ZEPS steht für Zugehörigkeit erleben, Perspektiven schaffen und ist ein innovatives Gruppenkonzept für Menschen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung Einschränkungen an der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erfahren. Das Konzept wurde bereits in mehreren psychiatrischen Institutionen erfolgreich implementiert.


Wiener Neustadt, 24. Februar 2017 – „Die Entwicklung des ZEPS-Konzeptes begann an der FH Wiener Neustadt mit unserer Bachelor-Arbeit. Meine Kolleginnen Belinda Geier, Nadine Seiringer und ich, wir konzipierten mit Unterstützung unseres Bachelor-Betreuers Mag. Georg Gappmayer eine alltagsnahe Gruppenintervention zur Förderung sozialer Partizipation. Das Projekt wurde schnell zur Herzensangelegenheit und soll uns auch weiterhin begleiten. Denn die Förderung von sozialer Partizipation ist ein globales Ziel im psychiatrischen Fachbereich und darauf möchten wir auch in Zukunft hinarbeiten“, so Kathrin Kohlruss, BSc, Ergotherapie-Absolventin der FH Wiener Neustadt.


Psychische Erkrankungen führen zu Einschränkungen der sozialen Handlungsrollen und können häufig soziale Exklusion bzw. Isolation zur Folge haben. Zum damaligen Zeitpunkt war kein vergleichbares Tool bekannt, was ZEPS zu einer innovativen Lösung macht, die dem Zeitgeist moderner Ergotherapie entspricht. Evaluationen nach mehr als einjähriger Anwendung zeigen, dass die Förderung von sozialer Partizipation im psychiatrischen Setting anhand dieses Konzeptes erfolgreich unterstützt wird.


„Das innovative und praktikable Gruppenkonzept ZEPS ermöglicht eine Umstellung auf klientenzentriertes und betätigungsorientiertes Arbeiten und kann in den unterschiedlichsten Settings – ambulant sowie stationär – eingesetzt werden. Alle drei Absolventinnen arbeiten mittlerweile als Ergotherapeutinnen in der Psychiatrie an unterschiedlichen Stellen in Wien und haben ZEPS mittels Personalfortbildungen in mehreren psychiatrischen Institutionen erfolgreich in die Praxis umgesetzt und darauf sind wir natürlich sehr stolz“, so Mag. Martina Kristler, Studiengangsleitung Ergotherapie an der FH Wiener Neustadt.


Im Laufe ihrer ergotherapeutischen Arbeit wurde das Konzept neben dem Kaiser-Franz-Josef-Spital, bereits beim PSD Wien 10 (Psychosoziale Dienste in Wien) sowie im Otto Wagner Spital implementiert und laufend evaluiert. Diverse Vorträge vor interdisziplinärem Fachpublikum haben sie ebenfalls bereits gehalten. Im März 2017 sprechen Geier, Seiringer und Kohlruss z. B. auf der Fachtagung für Ergotherapie und im Laufe des Jahres sind auch erste ZEPS-Fortbildungen bzw. Schulungen in unterschiedlichen Gesundheits-Einrichtungen geplant. Die drei FHWN-Absolventinnen werden das ZEPS-Konzept auch weiterhin mit vollem Engagement evaluieren, adaptieren und weiterentwickeln.


Das ZEPS-Team v.l.n.r.: Nadine Seiringer, BSc, Belinda Geier, BSc, & Kathrin Kohlruss, BSc bei ihrer Sponsion an der FH Wiener Neustadt

Foto © Kathrin Kohlruss, BSc

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